Reisebericht Tirgu Mures

26.06.2018

 

 In Tirgu Mures

 

Vor 4 Tagen haben wir unseren schönen Platz in Valchid verlassen und uns Richtung Tirgu Mures aufgemacht. Cristesti, einen Vorort von Tirgu Mures kennen wir seit mehreren Jahren und wollten dort ebenfalls das Trampolin aufstellen. Doch es regnete schon wieder und wir warteten 2 Tage auf schöneres Wetter. Wir verbrachten den Samstag in der Stadt und liessen uns die Ohren durch das Autorennen zudröhnen, welches mitten durch die zugeriegelte Stadt führte. Selber getunten Autos wurden von Hobbyfahrern vorgeführt. Die ganze Veranstaltung ist Geschmackssache und wir bemerkten, dass auch andere dieses Ereignis nur mässig spannend fanden. Am Abend feierten wie jeden Samstag in vielen Restaurants Hochzeiten mit traditioneller Musik und äusserst elegant gekleideten Gästen. Zum Glück übernachteten wir in einer kleinen Pension ohne Hochzeitssaal, denn diese Feste sind gewöhnlicherweise laut und dauern fast die ganze Nacht.

 

Am Montag war endlich schönes Wetter und wir konnten unser Trampolin in Cristesti aufstellen. Wir staunten einmal mehr über die rasante Entwicklung im Land. Die Schüler glauben an eine grosse Zukunft und sind motiviert, in der Schule zu lernen.

 

Die Romafrauen in dieser Gegend tragen kostbare, bunte Röcke und die Mädchen verlängern ihre Zöpfe mit roten und weissen Schleifen. Mit ihren Schulkolleginnen zusammen wurde ein ca 14 jähriges Romanmädchen nach ihren Zukunftsträumen gefragt. Während die anderen von Ärztin bis Anwältin träumen, äusserte sie selber keinen Vorstellung. Wir gingen davon aus, dass sie in wenigen Jahren verheiratet wird und im Schutz und der Enge ihrer Tradition weiterleben wird.