Babaeski bis Istanbul

10.07.2018

 

 

An der Grenze zur Türkei wurden wir mit einer riesigen, schönen türkischen Fahne begrüsst.

 

In Babaeski angekommen trafen wir einen «alten Freund», der uns jeweils zur Bewilligung für das Trampolin verhilft und tranken Tee zusammen. Wir staunten darüber, wie die Leute in den Strassen viel mehr konsumieren. Sehr viele Geniesser sitzen im Kaffee, essen leckere Kuchen und Eis und viel mehr kleinen Läden bieten Annehmlichkeiten für das Leben an.

 

 

Am nächsten Tag fahren wir mit dem Linienbus schnell und sicher nach Istanbul. Im Touristenquartier wurden wir sehr warm empfangen. Gerade als westliche Touristen sind wir gerne gesehen.

In Istanbul angekommen fuhren wir mit der Metro ins Stadtzentrum. Auf dem Weg, suchend nach unserem Hotel, trafen wir drei Studenten mit einem T- Sirht «ask me», wobei eine von ihnen uns gleich zum Hotel begleitete. Diese Studenten haben wir auch die nächsten Tage an verschiedenen touristischen Punkten gesehen und teilweise ihre Hilfe beim Lesen vom Fahrplan oder lösen vom Bahnbillett in Anspruch genommen. Die Stadt möchte mit diesen Assistenten den Touristen Sicherheit geben und den Aufschwung vorantreiben. Nach dem Einbruch vor zwei Jahren sind unterdessen tatsächlich wieder sehr viele Touristen anwesend. Laut Hotelbesitzer sind es jedoch mehrheitlich Araber, welche die Stadt besuchen. Viele voll verschleierte Frauen prägen das Bild der Strasse und diese dunklen Gestalten wirken in ihrer Anonymität schon etwas Lebensfremd. Die Betreiber von Hotels und Restaurants hätten jedoch lieber Gäste aus dem Westen oder die Chinesen, diese seien angenehmer, fairer zum Personal und geben auch Trinkgeld. Doch diese haben immer noch Angst vor den Bombenanschlägen. Jetzt kommen viele Russen, doch die sind oft betrunken und fordernd, und die Araber sind auch fordernd, oft unfreundlich und wenn sie auch viel Geld haben, geben sie es nicht zum Essen in den Restaurants aus. Vermehrt besuchen Rumänen die Stadt und diese werden als besonders freundlich wahrgenommen. In Rumänien haben mehrere Personen davon geträumt, Istanbul zu besuchen.

 

Während wir vor einigen Jahren noch viel Deutsch und sogar CH Deutsch hörten, war dies bei diesem Besuch eine Ausnahme geworden. Von Restaurantbesitzern wurden wir auf der Strasse mehrmals in Rumänisch begrüsst.

 

In einem kleinen Restaurant beobachten wir, wie ca. 9 Amerikaner kamen. Der Kellner versuchte mit allen Mitteln, diese Kunden mit etwas hohe Wünschen zufriedenzustellen und als er zum Schluss einen Tee anbot, sind alle zufrieden und bedanken sich herzlich.

 

Schade, dass sich der Westen von dieser schönen Stadt abwendet. Die Stadtverwaltung versucht alles, um auch wieder westliche Touristen anzulocken und die Sicherheit auf einem sehr hohen Niveau zu halten.

 

Am Samstag fuhren wir mit mit einem lokalen Boot zusammen mit vielen Leuten aus Istanbul zur Prince Island, welche auf der asiatischen Seite vor der Stadt liegt. Früher waren die Inseln von verschiedenen Volksgruppen wie die Griechen, Armeniern und Europäern bewohnt. Noch heute kann man deren Einfluss sehen. Familien und einzelne Personen gönnten sich mit diesem Ausflug einen Tag an der frischen Luft. 4 Inseln wurden angefahren und alle vermitteln mit Kaffees und Stränden ein Gefühl von Ferien. Auch hier wurden wir wie überall äusserst freundlich begrüsst und genossen den Wind, Sonne und Meer.

 

Zurück in Istanbul gönnten wir uns unter der Bosporusbrücke in einem edlen Restaurant ein leckeres Menü, dessen Fisch wir vorher auf dem gekühlten Tisch aussuchen konnten und der türkische Wein war sehr bekömmlich.

 

Die orientalischen Gerüche, der Bosporus und der Wind lassen die Stadt zu einem Erlebnis werden. Das Essen ist ein Gaumengenuss. In einem der traditionellen Läden lassen wir uns überreden, und kaufen neben türkischem Honig noch Kaffee und Tee.

 

 

 

Mit dem Metrobus fuhren wir zurück nach Babaeski, wo wir am nächsten Tag unser Trampolin aufstellten.

 

Da wir schon in früheren Jahren hier waren, wurden wir auch hier von den Kindern und Eltern herzlich begrüsst. Die Kinder liebten auch hier das Malen und produzierten wunderschöne Bilder. Wenn auch wegen den Schulferien mehrere Familien abwesend waren, so lernten wir viele neue Leute, oft mit ziemlich kleinen Kindern kennen. Das Quartier ist gleich neben einer Militärbasis und viele Väter sind gebildet und haben eine gute Stellung.

 

Die Kinder wirken selbstbewusst und beweisen auf dem Trampolin sehr viel Ausdauer. Leider war niemand anwesend, der wirklich Englisch sprach, deswegen konnten wir das Fragespiel nicht durchführen.